DNS – Die Brücke zwischen
Domainnamen und Server-IPs

Aktualisiert am

Das Domain Name System, kurz DNS, ist das Rückgrat des modernen Internets. Ohne DNS würde das Web, wie wir es kennen, nicht funktionieren. Es fungiert als eine Art Telefonbuch: Es übersetzt für Menschen gut merkbare Namen (wie deinunternehmen.at) in maschinenlesbare IP-Adressen (wie 185.123.45.67), die Computer benötigen, um Webseiten oder E-Mails zu finden. Da sich kaum jemand Zahlenfolgen merkt, erledigt das DNS diese Aufgabe in Millisekunden im Hintergrund.

Was ist
DNS?

Das DNS (Domain Name System), ein Teilbereich vom Hosting, ist wie ein Telefonbuch oder ein Navigationssystem für Domains. Wenn jemand deine Domain in den Browser eingibt, schlägt das DNS blitzschnell nach, auf welchem VPS oder Dedicated Server deine Website liegt, und leitet den Besucher dorthin weiter. Ohne ein korrekt konfiguriertes DNS bleibt deine Website unsichtbar.

Wofür braucht
man DNS?

DNS ist nicht nur für Webseiten zuständig. Es regelt den gesamten Datenverkehr einer Domain:

  • Webseiten (A/AAAA-Records): Leitet Besucher auf den richtigen Webserver.
  • E-Mails (MX-Records): Bestimmt, welcher Mailserver E-Mails für deine Adresse empfängt.
  • Subdomains (CNAME-Records): Verbindet blog.beispiel.at mit der Hauptseite.
  • Sicherheit (TXT/SPF/DKIM): Schützt E-Mails vor Fälschungen.

Die wichtigsten DNS-Typen
einfach erklärt

Ein DNS-Eintrag besteht aus verschiedenen Typen, die dem Browser sagen, was zu tun ist:

  • A-Record: Verknüpft eine Domain mit einer klassischen IPv4-Adresse (z.B. 192.168.1.1).
  • AAAA-Record (Quad-A): Verbindet die Domain mit der modernen, längeren IPv6-Adresse.
  • MX-Record (Mail Exchange): Gibt den zuständigen Mailserver an.
  • CNAME (Canonical Name): Ein Alias, der einen Namen auf einen anderen Namen verweist.
  • TXT-Record: Freitext-Eintrag, oft genutzt für SPF (Sender Policy Framework) zur E-Mail- oder Domain-Validierung.

Wer macht die
DNS-Verwaltung?

Idealerweise besitzt du die Domain auf deinem eigenen Account bei einem Anbieter (z.B. world4you) und lässt die technischen DNS-Einstellungen (MX, A) von deinem IT-Partners verwalten. Das bietet Stabilität und Ausfallsicherheit.

 

Ändere Nameserver-Einträge nur, wenn es absolut notwendig ist, da sonst die E-Mail-Funktionalität über den Kundenbereich nicht mehr automatisch funktioniert.

Bekannte DNS-Provider
in Österreich

In Österreich gibt es etablierte Hoster, die eine einfache DNS-Verwaltung anbieten:

  • world4you: Bekannt für zuverlässige Nameserver mit Anycast-Technologie.
  • Hosttech.at: Bietet einen professionellen DNS-Editor für die Verwaltung.
  • Domainion.at: Einfache Verwaltungsoberfläche.

Worauf du bei bei deinem
DNS-Anbieter aufpassen solltest

  • Ab 2026 gilt die NIS-2 Regelung für Hosting-Provider die auch DNS anbieten. Stelle sicher, dass auch dein Hoster die NIS-2 Voraussetzungen erfüllt.
  • Vergewissere dich, dass dein DNS-Hoster aus Österreich oder der europäischen Union kommt, dadurch bleibst du Unabhängig von spontanen Preiserhöhungen oder internationalen Krisen.
  • Der DNS-Anbieter muss DNSSEC (Domain Name System Security Extensions) zwingend unterstützen, um Manipulationen auf auf Protokollebene zu verhindern.

  • Der Anbieter sollte DNS over HTTPS (DoH) oder DNS over TLS (DoT) beherrschen, um das Mitlesen von DNS-Anfragen im Netzwerk zu blockieren.

Brauchst du Unterstützung bei 
deiner DNS-Verwaltung?