Large Language Models (LLMs) sind hochentwickelte KI-Systeme, die auf riesigen Mengen von Textdaten trainiert wurden. Sie sind dadurch in der Lage, menschliche Sprache nicht nur zu interpretieren und zu verarbeiten, sondern sie auch selbstständig zu generieren.
Was zunächst wie Magie oder ein eigenes Bewusstsein aussieht, funktioniert tatsächlich auf Basis von Statistik und Wahrscheinlichkeiten. Ein LLM zerlegt eine Textaufforderung (den sogenannten Prompt) in einzelne Token (kleine Bausteine aus Buchstaben und Wortteilen). Auf Basis seines Trainings berechnet das Modell dann, welcher Token mit der höchsten Wahrscheinlichkeit als Nächstes folgen muss. Das ist möglich, weil die Modelle mit so extrem vielen Daten trainiert wurden, dass sie sprachliche Muster und Zusammenhänge präzise erkennen. Vereinfacht gesagt: Die Mathematik dahinter sorgt dafür, dass aus einer riesigen Stichprobe (die bereits erwähnten Trainigsdaten des Modells) immer das statistisch passendste Ergebnis geliefert wird.
Das wohl bekannteste Beispiel ist ChatGPT von OpenAI, das die Technologie massentauglich gemacht hat. Mittlerweile gibt es jedoch zahlreiche weitere Modelle: von allgemeinen KI-Systemen für den breiten Einsatz bis hin zu spezialisierten KIs, die gezielt mit Fachdaten aus Bereichen wie Medizin, Recht oder Technik trainiert wurden.
Für Unternehmen bringt diese Entwicklung enorme Umbrüche mit sich. Es ist wichtig, auf diesen Wandel zu reagieren – gleichzeitig sollte man sich jedoch nicht von den vielen „leeren KI-Versprechen“ unseriöser Anbieter verleiten lassen, die im aktuellen Boom massiv auf den Markt drängen.
Selbst bei Suchmaschinen machen LLMs keinen Halt. Durch die Einführung von generativen Suchmaschinen und AI-Overviews sind viele Unternehmen, allen voran Unternehmen die Inhalte auf ihren Webseiten bereitstellen wie Medienhäuser, dabei direkt negativ betroffen.
Besonders wichtig ist das Verständnis, dass LLMs rein statistisch arbeiten. Das bedeutet, dass sie in vielen Fällen (zu 80 %, 90 % oder gar 99 %) verblüffend richtige Ergebnisse liefern. Doch genau hier liegt das Risiko: LLMs arbeiten niemals zu 100 % fehlerfrei. Sie können Fakten erfinden (das sogenannte „Halluzinieren“), was besonders in kritischen Unternehmensbereichen und Infrastrukturen eine sorgfältige Qualitätskontrolle durch den Menschen unerlässlich macht.