Ein Backup ist nur so viel wert wie seine erfolgreiche Wiederherstellung. Der Wiederherstellungs-Prozess beschreibt das Zurückspielen der gesicherten Daten auf den produktiven Server.
Die zentralen Metriken: RPO und RTO
- RPO (Recovery Point Objective): Beschreibt den maximal verkraftbaren Datenverlust. Ein RPO von 24 Stunden bedeutet, dass im schlimmsten Fall die Daten eines ganzen Tages verloren gehen. Für ein komplexes ERP-System ist oft ein RPO von wenigen Minuten erforderlich.
- RTO (Recovery Time Objective): Beschreibt die Zeitdauer, die die Wiederherstellung in Anspruch nehmen darf, bis die Website oder App wieder online ist.
Komplexität und Dauer einer Wiederherstellung
Wie lange ein Restore dauert, hängt von der Datenmenge, der Netzwerkanbindung und der Systemarchitektur ab. Während eine einfache, mit einem CMS erstellte Firmenwebseite oft in unter einer Stunde wieder erreichbar ist, erfordern komplexe Microservices-Strukturen oder verteilte API-Schnittstellen eine exakte Reihenfolge beim Einspielen der Daten.
Um böse Überraschungen zu vermeiden, führen professionelle IT-Dienstleister regelmäßige, automatisierte Test-Wiederherstellungen (Disaster Recovery Drills) durch. So wird garantiert, dass die Archive im Ernstfall nicht korrupt sind.