Als Software-Inseln bezeichnet man einzelne, isoliert betriebene Softwaresysteme eines Unternehmens, die unzureichende oder keine Schnittstellen zueinander haben. Jedes System funktioniert isoliert für sich alleine, die Daten fließen damit nicht automatisch von einem zum anderen. Typische Erscheinungsbilder von Software-Inseln in KMU:
- Kundendaten stehen im CRM und müssen manuell in die Rechnungssoftware übertragen werden
- Bestellungen aus dem Online-Shop müssen händisch ins Lagersystem eingetippt werden
- Personalstunden werden in einer Zeiterfassungsapp erfasst, dann in Excel übertragen und daraus der Lohn berechnet
- Produktinformationen existieren in PowerPoint, auf der Website und im Katalog in drei verschiedenen Versionen
- Berichte müssen manuell aus mehreren Systemen zusammengestellt werden, weil keine übergreifende Auswertung möglich ist
Diese isolierten Systeme entstehen meist nicht durch schlechte Planung, sondern durch schrittweises Wachstum. Oft entscheidet man sich für die vermeintlich einfachste Lösung eines aktuellen Problems, ohne die Integration in die bestehende Infrastruktur zu prüfen. Für den nächsten Bedarf folgt die nächste Spezialsoftware. So wachsen nach und nach Software-Inseln heran, die nicht miteinander kommunizieren und hohe Lizenzkosten sowie komplexe Abhängigkeiten verursachen. Die spätere, nicht bedachte, Zusammenführung der Daten aus den unterschiedlichen Systemen wird dann zum massiven Kostenfresser. Spätestens an diesem Punkt lohnt es sich, ganzheitliche Software-Lösungen zu evaluieren, um langfristig effizienter und agiler aufgestellt zu sein.