Nicht jedes visuelle Problem lässt sich mit einem Foto lösen. Eine durchdachte Medienstrategie beginnt mit der Wahl des passenden Formats – abhängig von Botschaft, Kontext und technischen Anforderungen.
Fotografie: Authentizität und Vertrauen
Fotos eignen sich für Hero-Bereiche, Teamdarstellungen, Produktpräsentationen und emotionale Markenmomente. Im B2B-Kontext überzeugen echte Mitarbeiter-, Standort- und Projektfotos deutlich stärker als generische Stockbilder. Für E-Commerce gelten eigene Regeln: Mehrere Ansichten, Detailaufnahmen, Größenvergleiche und kontextuelle Lifestyle-Bilder reduzieren Retouren und steigern die Kaufbereitschaft.
Vektorgrafiken, Icons und Illustrationen
Icons, Logos und illustrative Elemente sollten als SVG-Dateien eingebunden werden. Sie skalieren verlustfrei auf Retina-Displays, verbrauchen wenig Speicherplatz und lassen sich per CSS an Markenfarben anpassen. Illustrationen eignen sich besonders für abstrakte Prozesse, technische Abläufe oder Marken mit verspieltem Charakter – dort, wo Fotografie an Grenzen stößt.
Bewegtbild: Video, Animation und Mikrointeraktionen
Erklärvideos, Produkt-Demos und Kundenstatements nehmen Kaufskepsis und erklären komplexe Leistungen effizient. Animationen und dezente Mikrointeraktionen können Aufmerksamkeit lenken – müssen aber dosiert eingesetzt werden, um nicht von zentralen Call-to-Actions abzulenken. Große Videodateien gehören nicht auf den eigenen Webserver, sondern werden über optimierte Streaming-Anbieter datenschutzkonform eingebunden.
Infografiken und datenbasierte Visualisierungen
Statistiken, Prozessabläufe und Vergleiche lassen sich als Infografiken schneller erfassen als als Fließtext. Wichtig: Der inhaltliche Kern muss auch als Text im HTML vorliegen – nicht nur als Bild –, damit Screenreader und Suchmaschinen die Information verarbeiten können. Eine saubere Webtypografie ergänzt Infografiken dort, wo Text lesbar und durchsuchbar bleiben soll.